Lebenslauf und beruflicher Werdegang

Joachim Bauer

 

Vor-Bemerkung und Warnung bzgl. Wikipedia: Leider kommt es bei Wikipedia durch einen offenbar gestörten anonymen Autor, der sich "Saidman" nennt, immer wieder zu Falschdarstellungen der Personen und der Arbeiten verschiedener Wissenschaftler. Davon betroffen war bzw. ist auch die Wikipedia-Seite von Prof. Dr. Joachim Bauer.

Eine objektive Inhaltsangabe der Bücher von Prof. Joachim Bauer lässt sich unter http://www.buecher-von-joachim-bauer.de nachlesen. Eine korrekte Zusammenstellung von Bauers wissenschaftlichen Arbeiten findet sich bei http://www.researchgate.net/profile/Joachim_Bauer/publications.

 

Nachfolgend findet sich die einzig autorisierte Darstellung vom Lebenslauf und vom beruflichen Werdegang von Prof. Dr. med. Joachim Bauer:

Universitäts-Professor Dr. med. Joachim Bauer, geb. in Tübingen (Baden-Württemberg), machte sein Abitur am humanistischen Karlsgymnasium in Stuttgart. Nach seinem Medizinstudium in Freiburg (Breisgau) und Promotion zum Dr. med. begann Bauer zunächst mit seiner ärztlichen Ausbildung und arbeitete zwei Jahre als Assistenzarzt mit Schwerpunkt im Bereich Akut- und Notfallmedizin (Rheinische Landesklinik Köln-Merheim, Lorettokrankenhaus Freiburg i. Br. und Herzzentrum Bad Krozingen ).

Die Grundlage für seine biochemische und molekulare Forschungstätigkeit legte Joachim Bauer während einer zweijährigen „Postdoc“-Zeit von 1980 bis 1982 als wissenschaftlicher Assistent am Biochemischen Institut der Universität Freiburg, das seinerzeit von Prof. Karl Decker (einem Schüler des Nobelpreisträgers Feodor Lynen) geleitet wurde. Bauer war Mitglied einer von Prof. Peter C. Heinrich geleiteten Arbeitsgruppe und beschäftigte sich in dieser Zeit mit der Regulation der Gene von Entzündungs-Eiweißen (so genannten Akutphase-Proteinen) sowie mit Botenstoffen des Immunsystems (so genannten Zytokinen).

Im Jahre 1983 wechselte Joachim Bauer als Arzt in die klinische Arbeitsgruppe von Prof. Wolfgang Gerok (ein Schüler des Nobelpreisträgers Adolf Butenandt), damals Ärztlicher Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg. Bauer absolvierte hier eine internistische Facharztausbildung und habilitierte sich im Jahre 1990 für das Fach Innere Medizin. Nach einem kürzeren ersten Forschungsaufenthalt, der ihn in verschiedene renommierte US-Labors führte, war Bauer 1988 und 1989 mit Unterstützung eines Forschungsstipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG in New York City am "Mount Sinai Medical Center" in der Arbeitsgruppe von Prof. George Acs als „Research Associate “ tätig.

Interesse für die molekularen und klinischen Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Körper waren der Grund, dass Joachim Bauer nach abgeschlossener internistischer Facharztausbildung 1990 innerhalb des Uniklinikums Freiburg in die Abteilung Allgemeine Psychiatrie zu Prof. Mathias Berger wechselte, wo er nicht nur eine zweite Facharztausbildung durchlief, sondern auch neurobiologische Labors und eine eigene Forschungsgruppe aufbaute. Bauer, der bereits in seiner internistischen Zeit an zwei Sonderforschungsbereichen der DFG mitgewirkt hatte, war während seiner Tätigkeit an der Abt. Allgemeine Psychiatrie Leiter eines Teilprojektes in einem weiteren, diesmal neurowissenschaftlichen Sonderforschungsbereich der DFG.

Im Jahre 1992 erhielt Joachim Bauer den Ruf auf eine C3-Universitätsprofessur für Psychoneuroimmunologie am Uniklinikum Freiburg. Bauer habilitierte ein zweites Mal, diesmal für das Fach Psychiatrie. Für die Entdeckung der Beteiligung von Immunbotenstoffen an der Alzheimer-Erkrankung bekam Joachim Bauer 1996 den Organon-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie (DGBP) verliehen. Klinisch war Bauer auf verschiedenen Stationen der Abteilung Psychiatrie als Arzt, später als Oberarzt tätig. Bis zu seinem Wechsel in die Abteilung Psychosomatische Medizin im Jahre 2000 war Bauer mehrere Jahre oberärztlicher Leiter der Ambulanz der Abteilung Allgemeine Psychiatrie.

In seiner Zeit an der Abteilung Allgemeine Psychiatrie förderte Prof. Joachim Bauer zahlreiche junge Kollegen. Zu Bauers Arbeitsgruppe an der Abteilung Allgemeine Psychiatrie gehörte u. a. Dr. med. Klaus Lieb (heute Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Mainz), Dr. med. Michael Hüll (mittlerweile Professor und Leitender Arzt in der Abteilung Geronto- und Neuropsychiatrie am Zentrum für Psychiatrie Emmendingen) und Dr. Dipl. Biol. Bernd Fiebich. Mit Lieb, Hüll und Fiebich entstanden zahlreiche, in hochrangigen internationalen Zeitschriften publizierte wissenschaftliche Arbeiten. Zu den zahlreichen Doktoranden Prof. Bauers zählte auch Ludger Tebartz van Elst, inzwischen Professor und Leitender Oberarzt der Abteilung Allgemeine Psychiatrie in Freiburg.

Im Jahre 2000 wechselte Joachim Bauer zu Prof. Michael Wirsching (ein früherer Schüler von Helm Stierlin und Horst-Eberhard Richter) in die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Uniklinikums Freiburg, wo er bis zum heutigen Tag als Oberarzt tätig ist, wo er Studentenunterricht gibt, von 2000 bis 2010 die Ambulanz der Abteilung leitete und bis heute auch selbst Patienten/innen behandelt. Wissenschaftlich und in seiner Tätigkeit als Arzt beschäftigt sich Bauer mit klinischen Aspekten der Depression, mit Angsterkrankungen, mit psychosomatischen Erkrankungen, mit Trauma-Folgekrankheiten (Posttraumatische Belastungsstörung) sowie mit dem Burnout-Syndrom. Bauer ist voll ausgebildeter Psychotherapeut mit Anerkennung in beiden psychotherapeutischen Hauptmethoden (Psychodynamische / Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie).

Prof. Joachim Bauer leitete von 2004 bis 2008 ein von der Bundesregierung (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Berlin, BAuA) unterstütztes Forschungsprojekt, welches sich mit der seelischen und körperlichen Gesundheit in der Schule (insbesondere mit der Lehrergesundheit) befasste. Bauer ist Gründer und Leiter eines „Institut für Gesundheit in pädagogischen Berufen“ (IGP), angesiedelt beim Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) in München. Im Bereich Lehrergesundheit führte Bauer wissenschaftliche Projekte durch, die unter anderem von der Max-Traeger-Stiftung sowie von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt wurden.

Von Januar 2009 bis Dezember 2010 übernahm Prof. Joachim Bauer - zusätzlich zu seinen Aufgaben in Freiburg und mit Genehmigung der Freiburger Uniklinik - als Ärztlicher Direktor für zwei Jahre die Leitung einer grossen (100 Betten) psychosomatischen Akutklinik. Bitte und Auftrag des privaten Allgäuer Klinikträgers war, die Klinik wissenschaftlich und klinisch weiterzuentwickeln. Diese Tätigkeit war sehr erfolgreich. Prof. Bauer wechselte einen Teil der Leitungsebene dieser Klinik aus und führte moderne Therapieverfahren ein (unter anderem die "Schema-Fokussierte Therapie" und die "Mindfulness-Based Stress Reduction" MBSR). Die medizinischen und betriebswirtschaftlichen Entwicklungsziele der Klinik waren Ende 2010 in vollem Umfang erreicht, so dass die Leitung der Klinik 2011 an einen von Prof. Bauer ausgesuchten Nachfolger übergeben werden und Bauer wieder voll an die Freiburger Klinik zurückkehren konnte.

Prof. Dr. Joachim Bauer wirkte als Projektleiter an insgesant vier verschiedenen Sonderforschungsbereichen (SFBs) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit. Zuletzt wurde Bauer 2013 Teilprojektleiter im Freiburger Sonderforschungsbereich 1015 "Muße" und untersuchte in diesem Rahmen die Effekte der sogenannten "Mindfulness-Based Stress Reduction" (MBSR) in Schulen. Bauer hat über 150 wissenschaftliche Fachartikel, überwiegend in international anerkannten englischsprachigen Fachzeitschriften publiziert. Eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Arbeiten von Prof. Joachim Bauer findet sich bei http://www.researchgate.net/profile/Joachim_Bauer/publications. Mit einem Research Gate Factor von 42,45 nimmt Prof. Joachim Bauer einen wissenschaftlichen Spitzenplatz innerhalb der gesamten deutschsprachigen Psychiatrie und Psychosomatischen Medizin ein.

Prof. Joachim Bauer ist Autor viel beachteter Sachbücher. Eine sachlich korrekte Inhaltsangabe seiner Bücher lässt sich nachlesen unter http://www.buecher-von-joachim-bauer.de. In seinen Büchern fasst Bauer zusammen, was in den letzten Jahren zum Schwerpunkt seiner Arbeit als Arzt und Forscher wurde: Wie lassen sich Erkenntnisse aus der Genforschung sowie aus der Hirnforschung für die klinische Tätigkeit des Arztes, für die Pädagogik, aber auch für den ganz normalen Alltag des Menschen nutzbar machen? Im Zentrum steht für Bauer dabei die Frage: Welche Bedeutung haben Lebensstile, zwischenmenschliche Beziehungserfahrungen, aber auch die Art, wie wir selbst Beziehungen gestalten, auf die biologischen Abläufe – und damit auf die Gesundheit – unseres Körpers?

Seit 2011 ist Prof. Joachim Bauer vom Kultusministerium der Landesregierung Baden-Württemberg mit der Durchführung einer von ihm entwickelten landesweiten Gesundheitspräventionsmaßnahme für schulische Lehrkräfte betraut ("Lehrercoaching nach dem Freiburger Modell"), die auch im Jahre 2017 weitergeführt wird.

Prof. Joachim Bauer behandelt - wie schon seit Jahren - bis zum heutigen Tage selbst Patienten/innen (die verfügbaren Termine sind begrenzt, telefonische Anmeldung 0761/ 270 68410).

Das angesehene Magazin "CICERO" (Magazin für Politische Kultur) zählte Joachim Bauer in seinen in den Jahren 2006, 2013 sowie 2017 durchgeführten Evaluationen drei Mal hintereinander zu den einflussreichsten deutschsprachigen Intellektuellen.

Stand 2017

 

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